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England Zusammenfassung Ende Juli 2008

In der letzten Zeit komme ich kaum noch dazu, Blog zu schreiben, weil ich meistens nur abends online bin und dann entweder keine Lust habe oder chatte oder einfach zu müde bin. Um trotzdem nicht ganz so weit zurück zu fallen, fasse ich einfach mal ein paar Tage zusammen, denn viel ist eh nicht passiert.
Die Kinder hatten ja nun Ferien und nachdem ich gemerkt hatte, auf welche Resonanz das In-den-Garten-gehen gestoßen war, hab ich auch die nächsten Tage einfach zugesagt, wenn sie gefragt haben. Wir haben also Fußball und „Haus“ gespielt und so weiter. Was Ballsport angeht ist Stacey zwar in der Theorie immer ganz begeistert und möchte mitmachen, doch wenn sie dann auf dem Feld steht, verliert sie entweder die Lust oder irgendetwas klappt nicht so, wie sie sich das wünscht und dann verlässt sie das Spiel deswegen oder macht einfach nicht mehr mit. Daher ist es immer ein wenig frustrierend für denjenigen, der sie im Team hat. Wenn es nach ihr geht, ist sie immer in meinem Team, aber das möchten die anderen meist auch. Aber meistens schafft sie es, sich auch selbst zu beschäftigen, auch wenn es dann durchaus vorkommt, dass sie mitten im Fußballspiel auf einmal aufm Bobbycar über das Spielfeld rollt und das Teil in der Mitte stehen lässt, weil sie lieber schaukeln will. Aber das is ja nich weiter schlimm und nur in dem Moment ärgerlich, in dem man drüber fällt.
Die Kinder kamen auch irgendwann mit Volleyballspielen an. Gern, dachte ich, aber dazu sind sie dann doch noch etwas zu klein. Letztendlich bekamen sie zwar den Aufschlag hin (der bei Ritchel auch über die Wäscheleine ging), aber alles danach ging unter der Leine durch und irgendwann war es auch eher eine Art Tennis, weil der Ball grundsätzlich erstmal den Boden berührte, bevor ihn mal jemand annahm. Hat aber trotzdem recht viel Spaß gemacht und vor allem Vollblutfußballer Reuben hat sich echt gut gemacht, zumal er auch der einzige war, der sich wirklich mal hingeschmissen hat.
Ein Problem ergibt sich natürlich beim Volleyball, im Vergleich zum Fußball... der Ball fliegt einiges höher und damit öfter über den Zaun. Aber die Nachbarn waren immer sehr freundlich und so hat man ihn recht schnell zurückbekommen. Überhaupt war ich am Anfang sehr unsicher wegen der Lautstärke, weil drei Kinder können echt unheimlich laut werden und besonders Stacey schreit sehr häufig anstatt normal zu reden. In Deutschland hätten da die Nachbarn nach drei Minuten auf der Matte gestanden, doch hier war das kein Problem. Niemand hat sich beschwert oder was gesagt... anscheinend ist es wohl nur in Deutschland so, dass den Kindern das spielen mit Geräusch verboten wird...
Essen haben wir auch draußen gegessen, auf ner Decke und nie ohne ein Getränk zu verschütten, aber egal, es war entsprechend warm, sodass das schnell wieder trocknete. Wobei warm noch stark untertrieben is. Es war so kochend heiß, dass man es kaum aushalten konnte, sodass ich froh war, als dann doch mal etwas Wind da war. Das Resultat hatte ich dann am nächsten Tag: höllischer Sonnenbrand auf den Schultern. Und ich meine nicht, dass es etwas rot war und gut, sondern richtig schön Verbrennung 2. Grades mit Blasenbildung und so weiter. Ist mittlerweile übrigens dabei, sich zu schälen, bzw die Kruste blättert ab, es tut also nur noch dann weh, wenn Stacey mir mal wieder volle Kanne auf die Schultern haut in einem Knuddelanfall. Schön war auch, als Richard meinte, dass er ein paar Sachen einkaufen will und ob ich was brauch. Ich guck vielsagend auf meine Schulter, er läuft halb um mich herum, guckt meinen Arm an. Ich deute auf die knallrote Schulter und sag so „Naja ich brauch irgendwie mal was dafür..“ (wusste auch das Wort für Sonnencreme in dem Moment nicht) Richard guckt sich die Schulter an und fragt völlig erstaunt „Was hast du denn da gemacht?“ Ich: „Sonnenbrand“ Er: „Oooh... okay... ich hab Sonnencreme da, aber nich dran gedacht, zu fragen, ob du welche brauchst“ Ich hab mal später nachgehakt und die Glücklichen bekommen nichtmal dann Sonnenbrand, wenn sie in Ghana sind... die habens gut. Erspart mir aber auch ewiges Weggerenne vor jedem rausgehen, weil sich Kinder ja so gerne eincremen lassen, wenn der Garten wartet.^^
Abens hab ich sie dann einfach in die Wanne geschmissen. Weil es so warm war, sollte ich die Kinder nicht eincremen, sondern so ein komisches Puder benutzen. Dummerweise kann man schlecht gleichzeitig im Bad und im Kinderzimmer sein, sodass sie meist das Puder selbst in die Hände bekamen und es sich großzügig im Gesicht verschmierten, um sich dann gegenseitig zu schocken. Das sah dann irgendwie wie son Medizinmann aus... irgendwie gruselig. In erster Linie war es aber nervend, wenn sie wieder einmal den ganzen Boden einsauen und sich selbst komplett weiß gemacht haben. Aber naja, sie fanden es witzig...
Tja was war sonst noch... Richard hat mir ein paar Worte Ga beigebracht (das ist eine der Sprachen Ghanas), also sowas wie „Wie heißt du“ und „Wie geht es dir“ mit den dazu gehörigen Antworten. Ich hab nur dummerweise die Aussprache schon wieder vergessen... *hust* Ich muss ihn nochmal fragen, ob er es nochmal sagen kann. Oder ich frag Ritchel... sie versteht nach eigener Aussage Ga, kann aber selbst auch nur ein paar Worte sagen. Vielleicht gehört so etwas ja dazu.
Ich hab außerdem erfahren, dass die drei Kiddis hier nicht die einzigen Kinder sind, sondern dass bei der Mutter in Ghana noch ein Zwillingspärchen ist. Insgesamt also 5 Kinder! Benny und Benji (Benny is ein Mädchen und Benji ein Junge, soweit ich das mitbekommen hab... ansonsten andersrum, is auf alle Fälle Mädchen und Junge) sind wohl so um die 2 Jahre alt. Ich hatte erst gedacht, dass das ihre Cousinen sind oder so, weeil die Kinder eben ab und an von ihnen gesprochen haben. Richard hat die beiden bis heute mir gegenüber mit keinem Wort erwähnt, auch wenn er wohl weiß, dass ich von ihnen weiß. Ist eine etwas seltsame Situation, aber gut, ist nicht meine Angelegenheit
Ich mach erstmal Schluss und schiebe gleich noch einiges neues nach, denn diese Woche, die ich hier beschrieben habe, ist ja nun auch schon etwas her.
11.8.08 00:20


Grundlegende Änderung

Da es mir im Moment echt schwer fällt, regelmäßig ganze Tageszusammenfassungen zu schreiben, werde ich wohl dazu übergehen, immer etwas zu schreiben, wenn ich etwas gut oder eben nicht so gut, bemerkenswert oder für euch interessant finde. Und zwar einfach in kurzen Abschnitten zu einem Thema. Das geht für mich wesentlich schneller und ich muss nicht einen Riesenabsatz schreiben, für den ich meist keine Zeit und auch keine Energie habe.
Ich hoffe ihr könnt das akzeptieren und vielleich auch nachvollziehen...
11.8.08 18:06


Fußball

Ende Juli hab ich noch einen Sonntag vergessen zu erwähnen. Die Kinder erwähnten, dass ich mit ihnen Fußball gespielt hatte und Richard meinte, er würde mit Reuben zusammen gegen Ritchel Stacey und mich gewinnen. Stacey kann man beim Spielen zwar vergessen, weil sie weder das Geschick noch das Interesse für Ballspiele hat (vielleicht ist sie auch einfach zu klein dazu), aber wir waren dennoch so unvorsichtig, dagegen zu halten. Ich wusste zwar, dass er früher mal Fußball gespielt hatte, aber ich dachte, dass Ritchel Reuben platt machen und ich mit ihm schon irgendwie fertig werden würde. Es kam, wie es kommen musste, wir haben gewettet. Wetteinsatz war die Hausarbeit, das verliererteam sollte diese 3 Tage lang alleine erledigen, während die Gewinner die Füße hochlegen sollten. Ich wollte unbedingt gewinnen, weniger um nichts machen zu müssen, sondern vielmehr, um es ihm zu zeigen. Gerade in solchen Situationen kann ich extrem ehrgeizig werden, auch wenn man das sonst von mir so gar nicht gewohnt ist...
Also gings am Sonntag nach unten in den Garten und wir haben gespielt. Zwei Spiele jeweils bis der erste 10 Tore hatte. Stacey war nach zwei Minuten gelangweilt und hat nicht mehr mitgespielt, aber das hatte ich fast erwartet. Etwas angesäuert war ich nur, als sie dann meinte, fürs zweite Spiel zu ihrem Vater ins Jungsteam wechseln zu müssen, weil er das erste gewonnen hatte. *grrr* Verräterin^^
Wir haben das erste Spiel knapp verloren (8 zu 10 oder so), das zweite dann gewonnen (10 zu 9), auch wenn Ritchel am Ende so frustriert war, dass sie gar nicht mehr richtig mitgespielt hat, weil die meisten Tore von uns eher Glückstreffer, die von den anderen aber wohlgezielt und besonders die von Richard meist unhaltbar waren. Trotzdem hat er mich klar unterschätzt und das hinterher auch zugegeben, denn er dachte erst, er könnte so locker 10 zu 0 gewinnen. Naja das Elfmeterschießen haben wir dann verloren... Er hat sich noch ne Weile nen Spaß draus gemacht, mich damit aufzuziehen, aber der Wetteinsatz ist irgendwie vergessen worden... er hat weiter mitgeholfen wie sonst auch.
Der Tag war tierisch heiß und wir waren sowas von erledigt. Ich hatte außerdem in meiner weißen Hose zwei Grasflecken vom Versuch, Bälle zu halten. Die Versuche waren auch erfolgreich gewesen, nur ne Menge andere leider nicht. Aber das mit der Hose ist sowieso ne andere Geschichte... (hab ich das schon geschrieben? Ich muss mal nachlesen...^^)
11.8.08 18:06


Recolouring...

Ja, da war die Sache mit der Hose... ich hatte es ja schon angedeutet, aber noch nich ausgeschrieben... Ich habe eine Dreiviertelhose, die so weißgräulich ist. Ist eher so der lässige Stil, also recht weit, aber urgemütlich und toll wenns warm ist. Besagte Hose hab ich mir eingesaut, als Ritchel Gravy (ne braune Soße, die es in Pulverform gibt und die man mit heißem Wasser übergießt, aber ich glaube die nennen hier alle Soßen so...) fallen lassen hat. Wir waren beide einigermaßen eingesaut und auch die Küche sah entsprechend witzig aus. War alles kein Problem weiter, Ritchel hatte mit dunklen Klamotten auch noch Glück gehabt. Abends meinte Richard wegen meiner Hose, dass sowas nich einfach beim Waschen rausgeht. Aber da sie ja weiß (oder so ähnlich) war, hat er angeboten, sie einfach ne Nacht in Bleiche zu schmeißen, damit das rausgeht. Ich hab mir nich viel bei gedacht und eingewilligt. Am nächsten Tag häng ich die inzwischen auch mit Maschine gewaschene Hose auf und denke so „Was sind denn das für Flecken“.
Auf einmal war die Hose nämlich gräulich (Originalfarbe) und weiß gescheckt. Sieht eigentümlich aus, aber es geht eigentlich... Hätte ich das gewusst, hätte ich mir mit dem Muster mehr Mühe gegeben, weil es ein wenig ungleichmäßig ist, aber an sich sieht es beinahe so aus, als müsse das so. Richard war die Sache voll peinlich, aber ich hab gesagt, dass es okay ist... Mein Gott, es sieht nicht zu scheiße aus und andere Leute bezahlen tausende, um von nem Designer ein Loch in ne Hose geschnitten zu bekommen^^
So kam ich also zu einer weiß – grauen Armyhose.... welche ich mir übrigens am folgenden Tag (das war dann der Fußballtag) gleich wieder mit den besagten Grasflecken einsaute... Letztere sind aber prima wieder raus gegangen – ohne Bleiche!
11.8.08 23:30


Zusammenfassung Anfang August

Die Wochen, die jetzt fehlen, waren nicht weiter ereignisreich. Das Wetter hat etwas umgeschlagen, es ist jetzt weniger warm und regnet öfter, sodass man nicht mehr so oft in den Garten gehen kann. Stattdessen toben die Kinder durchs Haus, räumen den Officeraum aus, schleppen alles ins Wohnzimmer und spielen da Haus. An einem der ersten Tage waren wir mit dem Aufräumen zu spät dran und Richard hat gesehen, was die da alles über seine Wohnung verteilen. Is ja nicht wirklich unordentlich, sondern es hat schon alles seinen Platz in der jeweiligen „Wohnung“.. es ist eben nur sehr... flächendeckend... ich glaub er is fast umgefallen... Naja wir haben schnell aufgeräumt und ich hab sehr darauf geachtet, dass das in Zukunft nicht mehr passiert... Ich meine er hat nichts weiter gesagt, aber er sah echt erschrocken aus. *grins*
Ist sowieso so ne Sache... Er ist ein guter Vater, da kann man echt nich meckern, streng wenn es sein muss, aber auch unheimlich lieb, wenn sie grade keine scheiße bauen, wieder auf ihm rumturnen wenn er eigentlich fernsehen guckt, geduldig, wenn alle drei auf seinen rücken springen von dem er vorher noch zu mir meinte, dass er höllisch weh tut... das Ding is, irgendwie hat er keinen wirklichen Einblick in ihre Welt... Ich meine okay, er arbeitet den ganzen Tag, aber am Wochenende bekommt man doch schon mit, was die Kinder so machen... da weiß man ja dann auch, was die so machen und mögen...
Als ich ihn vorher per Mail gefragt hatte, was die Kinder so mögen, um vielleicht eine Idee für Mitbringsel zu bekommen, meinte er Ritchel würde gern lernen und am Computer spielen. Nun, ersteres tut sie mit sicherheit nicht gern und am Computer ist sie schon gern, aber Reuben is da schon deutlich mehr interessiert daran... Stattdessen liebt sie Kochen über alles und spielt gern „Haus“ Bei Stacey (Puppe) und Reuben (Fußball) stimmte es schon eher, auch wenn Stacey nicht so viel mit Puppen spielt... zumindest nicht im Sinne von Anziehen und was auch immer alles... die meisten ihrer Puppen sind die meiste Zeit eher unbekleidet, weil die Klamotten was weiß ich wo sind... falls die überhaupt welche haben... Hm ist vielleicht so ne Männersache... Wenn ich da an meinen eigenen Vater denke, der sich lieber allein vor den Fernseher oder in den Garten setzt, als mit seinen „Weibern“ rumzuhängen... Keine Ahnung... egal^^
Ein paar weitere Ereignisse mach ich nochmal in extra Beiträge, sobald ich Lust habe... für jetzt war es das erstmal. Ich muss sagen, dass mir das Schreiben jetzt wieder viel mehr spaß macht, weil ich einfach aufhören und posten kann, wenn ich fertig bin und keine ganzen Tage mehr beschreibe^^
11.8.08 23:40


Fernsehen... Engländer sind komisch

An meinem ersten Tag durfte ich im Vorabendprogramm mit ansehen, wie in einem Film einem die Kehle durchgeschnitten wurde. In Deutschland würde man den Schnitt sehen und dann vielleicht noch, wie die Person zu Boden fällt, dann aber schon ohne den Schnitt. Hier sah man den Schnitt in aller Ausführlichkeit, dann wurde weiter draufgehalten, bis die Person Blut spuckte und alles und dann Schnitt und man sah, wie sie gegen einen Pfeiler sackte, die Wunde weiterhin schön im Bild. Das fand ich relativ heftig, vor allem eben weil es sowas wie 18 Uhr war, wenn überhaupt. Generell wird hier in Filmen relativ wenig geschnitten.
Witzigerweise wird dass dann aber in den Musikvideos getan. Die meisten von euch kennen sicherlich Rockstar von Nickelback... naja in dem Lied ist unter anderem das Wort Drugdealer drin... das wurde interessanterweise gecuttet und mit Stille überlegt... also quasi gepiept...
Während man in einem anderen Video (das allerdings nach 21 Uhr erst lief) von einem Künstler, den die Kinder auch gucken sehen konnte, wie die Sänger Brillen benutzten, um durch die Kleidung von Mädels direkt auf die Unterwäsche zu gucken und dann so ne Art knöpfe um ihnen „Spaß“ zu bereiten. Zwar sah man immer nur das Mädel eben in Unterwäsche, aber die Bewegungen waren dermaßen eindeutig das ich nur „Aber holla“ dachte.
Irgendwie passt das alles nicht recht zusammen... das eine zeigt man, aber das andere, eher harmlose wird geschnitten. Bescheuert, wenn ihr mich fragt...
19.8.08 01:41


Nachtrag - Markttag

An einem der Samstage, es muss wohl der vorletzte gewesen sein (also wäre dann der 2.), hat Richard mich früh morgens aus dem Bett gehauen. Er hat an meiner Tür geklopft und ich hab das Klopfen erst voll in meinen Traum eingebaut und mich im Traum noch tierisch über dieses nervige Geräusch aufgeregt, bevor mir klar wurde, was Sache ist. Bin dann also schnell aus dem Bett gesprungen und kurz darauf gings auch los in Richtung London. Die Kinder haben noch geschlafen, aber die wussten Bescheid und würden sich dann selber Frühstück machen.
So eine Fahrt nach London dauert etwa ne Stunde, je nachdem wie weit man nach London selber reinfahren will, die Stadt ist ja immerhin riesengroß und hammerweitläufig. Wir sind eher im äußeren London geblieben und auf einen riesigen Parkplatz gefahren. Überall fuhren Gabelstabler herum, also wirklich viele, jeder einzelne Stand auf diesem Markt hatte einen eigenen Gabelstabler, sodass das schon locker so um die hundert gewesen sein müssen. Der Markt selber war eine riesige Lagerhalle. Wir sind nicht weit reingegangen, aber der Großteil war wohl Gemüse und ähnliches. Der Großteil der Leute da war schwarz oder zumindest nicht europäisch-weiß, sondern von irgendwoher, sei es Indien, irgendwo im Nahen Osten oder eben Afrika. Da fiel ich schon fast auf.^^
Wir haben da Yam gekauft. Hab ich das schonmal gezeigt? Ich glaube nicht... hat die Form einer Karotte, allerdings armdick (nich meine Arme... normale Arme^^) Außen hat das Zeug ne Schale, die wie ne Rinde ist (und auch so hart) und innen ist es weiß. Ihr könnts ja mal googeln, ich bin grad zu faul, ein Bild zu suchen und hochzuladen. Es schmeckt ein wenig wie Kartoffel... ein bisschen süßer und irgendwie ein bisschen besser finde ich... aber ich bin auch kein großer Kartoffelfan, das muss ich dazusagen. Das Zeug kommt aus Ghana und wird in einkaufsklappkorbgroßen Kisten verkauft. Davon haben wir eine gekauft und dazu noch anderen Kram, von dem ich grade nicht mehr genau weiß, was es war.
Nachdem wir unsere Kiste rausgeschleppt hatten (der Gabelstablermann hatte kurz vor uns den Stand verlassen und Geduld is nich gerade Richards stärkste Charaktereigenschaft) und dabei beinahe von nem anderen auf die Gabeln genommen worden sind wir zu nem anderen Markt gefahren. Es hatte unterdessen angefangen zu regnen und daher war es etwas kühl geworden. Ich hatte ne Jacke an, aber Richard nur ein T-Shirt. Er meinte aber, er habe ne Jacke im Auto. Er nimmt also die Jacke aus dem Auto, guckt sie sich an und legt sie wieder zurück mit den Worten: „Nee, die ist knittrig, die müsste gebügelt werden“ Es handelte sich wohl gemerkt um so eine Übergangsjacke, die ich sowieso unter keinen Umständen gebügelt hätte (ebensowenig wie Jeans, aber das ist ein anderes Thema..) Ich glaub mein Gesichtsausdruck muss Bände gesprochen haben (Gedankengang: Spinnst du???), denn er fing an zu lachen und ging dann schnell in den Markt rein. Ich meine mal im ernst... wie... verkackt muss man sein, damit man lieber nass wird, als ne etwas knittrige Jacke anzuziehen? Ich meine es war wirklich nich schlimm verknittert... Egaaaaal
Im Markt sind wir dann zuerst zum Fleisch gegangen. Ich hatte versprochen, was deutsches zu kochen und hatte mich für Schnitzel entschieden, da ich das wenigstens einigermaßen kann, auch wenn ich es noch nie alleine gemacht hatte. Da man sich bei den Kindern eigentlich nur dann sicher sein kann, dass sie es essen, wenn es Hähnchenfleisch ist, hatte ich auch vor, das zu nehmen statt Schwein. Also ein Stand, an dem es alles mögliche gab... und ich meine alles mögliche. Ochsenfüße und welche von Schweinen, um nur mal ein Beispiel zu bringen. Genauer hab ich dann lieber nicht hingesehen. Das ganze war natürlich alles schön blutig, weil frisch war. Ob die die Hähner da geschlachtet haben, will ich gar nicht so genau wissen, aber ich gehe mal davon aus. Letztere hingen im ganzen Laden an der Decke und tropften teilweise Blut auf vorbeigehende Leute, wenn man nicht vorsichtig war. Dazu stank der ganze Laden noch nach Blut, mir war echt schlecht, obwohl ich da sonst nich so das Problem hab. Ich war ganz froh, als die nicht das Fleisch hatten, was ich wollte, aber die Hühnerbeine von da waren okay.
Dann haben wir noch Fisch gekauft und dann gings zurück nach Tilbury. Unterwegs ein Stop bei Tesco, wo ich dann mein Fleisch bekommen hab (schön sauber abgepackt und nicht blutig) und auch (hallelujah, die hatte ich fast abgeschrieben) Semmelbrösel bekommen hab.
Auf dem Weg nach Hause haben wir dann Ritchel angerufen, die Kinder waren unterdessen wach und Ritchel meinte, sie macht Frühstück. Eindringliche Ermahnung an sie, den Herd nich anzufassen, sie hats natürlich versprochen. Und was is? Wir kommen nach Hause und das Haus riecht nach Rührei. Vermutlich war es aber schon zu spät gewesen, als wir angerufen haben.

Abends hab ich mich dann ans Essenmachen gemacht und hab festgestellt, das da so ein paar Dinge fehlten hier in der Küche, mit denen ich so gar nicht gerechnet hatte. Zuerst war das mal der Kartoffelschäler. Selbiger zwar zwar vorhanden, aber nicht auffindbar. Also Kartoffeln mit dem Messer schälen... hatte ich noch nie gemacht, dauerte auch länger, ging aber. Als nächstest muss man Schnitzel ja eigentlich klopfen... hatte ich natürlich auch nicht (und auch in der Planung nicht dran gedacht). Ich habs einfach weggelassen, so richtig klar, wofür das gut ist, war mir das sowieso nie... Der Rest ging an sich ganz gut, auch wenn ich dankbar war, dass sich Ritchel aufgedrängt hatte, mir zu helfen, denn mit dem panieren und braten kann man ganz schön in Zeitdruck geraten. Mein Timing war an sich gut, nur auf die Aufschrift auf der Packung vom Tiefkühlgemüse hätte ich nicht vertrauen sollen. Da stand deutlich drauf, dass man es nur 3 Minuten in die Microwelle werfen soll. Hab ich also zu letzt gemacht... am Ende war alles fertig, nur das verflixte Zeug war immernoch kalt...
Am Ende hat es allen geschmeckt... zumindest mehr oder weniger. Von Deutscher Bratwurst waren sie ja nicht so begeistert gewesen („da sind so dinge drin...“ - gemeint war die würzteilchen die eben eine Bratwurst hat), aber Schnitzel war wohl okay, auch wenn sie keine Fans von Salzkartoffeln waren. Besonders glücklich war ich, als Reuben meinte, er würde es mögen, denn der isst sonst nix was er nicht kennt.

Joaaaah, soviel mal zum Nachtrag von vor ich weiß nicht wie vielen Wochen... Es kommt noch ein Nachtrag und dann mach ich mit Sachen weiter, die nicht so weit zurückliegen.

Schönen Gruß an meine Familie, die jetzt wieder aus dem Urlaub da sein sollten, ich hoffe ihr hattet schönes Wetter und alles. Urlaubsfotos bitte per Mail an mich

Auch schöne Grüße an Dano und Tina, die mittlerweile in Finnland angekommen sind! Ich hoffe ihr habt ne schöne Zeit!

*auch mal alle anderen leser knuddel*
Bis denne!
26.8.08 14:25


Nachtrag - Thorpe Park

Richard hatte den Kindern schon am Anfang der Ferien versprochen, mit ihnen in den Thorpe Park zu fahren. Die Aussprache, mit der er das sagte, war so deutlich, dass sowohl die Kinder als auch ich die nächsten Wochen dachten, dass Ding würde Town Park heißen... Najaaa
Es handelt sich dabei um einen Vergnügungspark und entsprechend aufgeregt waren die Kinder. Die nächsten Wochen lagen sie also ihrem Vater in den Ohren, wann es denn endlich so weit wäre und schließlich legte er sich auf einen Samstag fest, an dem er mal zur Abwechslung nicht arbeiten musste. Er hatte nen Flyer mitgebracht und so meinte besonder Ritchel jeden Tag zu mir, dass sie vor Aufregung gar nich mehr schlafen könne und saß auch jeden Tag mit besagtem Flyer da, um sich zu überlegen, auf welche Attraktion sie wohl zuerst gehen würde.
Irgendwann war dann eben der Samstag gekommen und wir sind da hingefahren. Mit Navi, von dem Richard meinte, es würde reichen, es mit der Postleitzahl zu füttern. Ich war eher für Straße gewesen, aber Diskussionen sind da eh sinnlos, Männer wissen sowas ja immer besser. Und so führte uns das Navi zielgenau in die Innenstadt des Örtchens, in dessen Nähe der Vergnügungspark liegt. Richard also ausgestiegen, wen gefragt, aber die Erklärung war wohl recht umständlich. Daher hab ich jetzt einfach das Navi mit der Straße gefüttert und nach einigem „Dritte Ausfahrt im Kreisel.... nein, das war die zweite... -.-“ und „Hier ist ein Schild: Thorpe Park rechts rum“ - „Das Navi sagt links...“ wir fahren also links... - wieder falsch - sind wir dann auch tatsächlich an einem Thorpe Park angekommen... das Navi meinte, wir sollten wenden, aber nein, warum denn... Nur dass es nicht der Vergnügungspark sondern ein Wasserpark war zum Boot fahren und so. Also wieder wen gefragt und der Mann meinte dann, wir sollten ihm folgen und hat uns den Weg gezeigt. (andere Richtung, wie das Navi sagte) Echt mal.. Männer und Autofahren... denken sie wissen alles... Ich hab irgendwann aufgehört, mit ihm zu reden und nur noch den Kopf geschüttelt, wenn wieder was falsch war, bis er meinte, ich solle ihm doch sagen, wenn er falsch fährt... als würde er dann was ändern...
Naja dann sind wir angekommen, mussten gar nicht mal sooo lange anstehen, bis wir reinkonnten (105 Pfund für ne Familie mit 5 Leutchen... also 2 Erwachsene und 3 Kinder – das Familiending haben sie nicht so ernst genommen) Dann gings als erstes auf ne Wasserrutsche. Ritchel mit ihrer Höhenangst hat erst mal gar nichts mehr gesagt, aber auch die anderen wurden immer ruhiger, je weiter es nach oben ging. Auf der Treppe war ne Schlange, also mussten wir ne Weile warten, bis wir oben waren. Oben mussten dann alle, die unter ner bestimmten Größe waren (in dem Fall Reuben und Stacey, die beide grade mal so nen Meter sind) mit nem Ewachsenen rutschen. Ich hab mir Reuben geschnappt und Ritchel durfte alleine fahren, worüber sie ja sehr erfreut war mit ihrer Höhenangst. Auch Reuben hatte Schiss, aber er hat ja eh immer Angst vor allem. War aber ganz witzig, nur die Fotos waren scheiße... wir haben sie aber zum Glück nur angeguckt. Ich hasse solche Fotos, ich guck da immer total kacke drauf.
Danach ging es weg vom Eingang (da waren auch die Klos) zur nächsten Attraktion. Kaum waren wir da angekommen: „Ich muss mal aufs klo“ Ich mir also das Kind geschnappt, sie wieder richtung Eingang geschleppt... Dann auf halbem Weg: „Es ist weg ich muss nicht mehr“ Also wieder zurück... -.-
Das zweite war ne Achterbahn für Kinder, also ohne Loopings und so kram, sondern nur niedrig, aber trotzdem ordentlich schnell. Wir alle eingestiegen, Ritchel direkt hinter mir, Reuben neben mir, Richard hatte mit Stacey nur noch weiter hinten nen Platz bekommen. Noch bevor die Fahrt losgeht, versucht Reuben auf einmal, aus der Bahn zu klettern und meint, er habe Angst. Ich hab ihn versucht zu beruhigen, dass er hinterher sagen wird, dass es toll ist. Er hat mir zwar nicht geglaubt, aber wenigstens hat er nicht mehr versucht zu türmen sondern nur noch schmollend da zu sitzen. Die erste Runde war er auch noch tierisch ängstlich, aber dann hats angefangen, ihm Spaß zu machen. Als Ersatz dafür dachte ich auf einmal, dass meine Ohren taub werden. Von hinten ertönte ein andauerndes Kreischen, das echt gar nicht mehr aufhörte. Ich dreh mich um und seh Ritchel und einen tapfer lächelnden Mann. Der Mann hat sie hinterher gefragt, ob sie es überlebt hat... ich glaube er war wirklich etwas angenervt. Reuben war natürlich hinterher fest davon überzeugt, überhaupt keine Angst gehabt zu haben, nicht mal am Anfang...
Als wir dann weiter gegangen sind, haben wir dann die richtig interessanten Dinge gesehen... vor allem eine Achterbahn mit Looping und allem drum und dran, bei der die Laufschiene über einem ist. Man hängt also die meiste Zeit auf dem Kopf. Sah furchterregend toll aus und nachdem ich gesagt hatte, dass ich da gern fahren würde, meinte Richard auch, dass er das gern testen würde. Am Anfang hatte er eher skeptisch gewirkt, aber ich hab gesagt, alleine will ich nicht. Problem ist nur, dass man ja die Kinder nicht einfach irgendwo stehen lassen kann... daher wurde das leider nix und wir mussten weiter.
Wir waren dann noch in einer bananenförmigen Schiffsschaukel die total langweilig und harmlos aussah, es aber echt in sich hatte. Gut, dass wir erst danach essen gegangen sind. Ich hab dann bei dem Essen auch endlich mal geschnallt, wofür KFC steht... ich bin ein Blitzmerker, ich weiß... (Kentucky Fried Chicken, für alle die wie ich etwas langsamer sind^^)
Dann waren wir noch in nem 3D Kino, also so einem mit Brillen und als besondere Überraschung wurde man beim virtuellen Flug durch einen Wasserfall auch tatsächlich nass. Ebenso, als das virtuelle Wasser einem ins Gesicht spritzte... aus dem Vordersitz... voll fies! Witziger als das Kino selber war aber der Typ neben mir. Müsste so um die 20 gewesen sein und er war natürlich supercool. Aber jedesmal, wenn ihn das Wasser traf, schrie er rum als würde es ihn umbringen: „Boah scheiße, es is direkt in mein gesicht gekommen, boah so ne Kacke“ Voll der Mann also...
Das Wetter is mit der Zeit immer beschissener geworden. Es hat nicht richtig geregnet, aber es wurde windig und hat genieselt. Immer mehr Leute liefen als große Zwerge mit Regencape herum. Irgendwann hat Richard aufgegeben und welche für uns gekauft. Zwei rote und drei gelbe Zwerge.
Die letzte Attraktion auf der wir waren oder auf die wir wollten, war eine zweite Wasserbahn, wo aber diesmal alle in Achterbahnmanier in einem Wagen sitzen und man über ne Rampe ins Wasser geschickt wird. Ewig langer Weg dahin durch so ne Art Irrgarten, durch den sich an sich ne schlange schlängelt. Aber wegen dem Wetter stand keiner an. Als wir da angekommen waren, stellte sich raus, dass Reuben und Stacey zu klein waren. Okay, das hatten wir vorher gewusst, aber wir hatten gehofft, dass sie nix sagen. Aber nein, keine Chance. Ritchel hätte mitgekonnt, hatte aber auf einmal schiss und wollte nicht. Richard meinte dann, dass doch wenigstens ich gehen sollte. Ich bin da also reingeklettert und dann gings nach oben. Die Fahrt nach unten war kurz, mein Gesicht auf dem Foto dämlich und ich hinterher klatschnass. Gut, damit hatte ich gerechnet. Womit ich nicht gerechnet hatte war die zweite Bahn, die runterrauschte kurz bevor wir wieder in den „Bahnhof“ einfuhren. Das ganze Wasser, was die nämlich nass machte, schwappte auch auf uns rüber. Meine Haare waren komplett nass, meine Hose ab Knie und meine Schuhe auch innen und den rest meiner Klamotten hatte das Zwergenoutfit gerettet. War trotzdem scheiße kalt und alle fanden es natürlich witzig, wie ich klatzschnass da wieder ankam.
Wegen dem Wetter sind wir dann nicht mehr so lange geblieben. Die tollsten Sachen gingen wegen den Kindern ja leider nicht möglich. Ich glaube da hatte mein Vater immer Glück, dass meine Mutter nie so der Achterbahnfan war und er da (mit mir oder allein) gehen konnte, während sie auf uns oder halt meine Schwester aufgepasst hat.^^
Fotos von dem Tag habe ich, aber ich möchte sie hier nicht online stellen... Zeig ich euch mal später.

Liebe Grüße an alle, ich beeil mich, jetzt wieder aktuelleres zu schreiben.
27.8.08 16:24


Kirche (24.08.08)

Letzten Sonntag war ich mit in der Kirche. Ich bin ja so gar nicht gläubig, von christlich mal ganz zu schweigen, aber angucken kann man sich das ganze ja mal, also bin ich aus purer Neugier mitgegangen. Die Kirche an sich war in der Sporthalle einer Schule und im Vergleich zum Markt bin ich diesmal WIRKLICH aufgefallen, weil ich die einzige Weiße hier war. Hab die Kinder also beim Kindergottesdienst oder was auch immer das war abgegeben und mich umgesehen. Richard hab ich grad noch so auf den letzten paar Metern vorm Eingang gesehen. Ich dachte so „Klasse renn mir hier weg“ und bin hinterher. Aber er dachte wohl ich würde bei den Kindern bleiben... aber da wäre ich mir erst recht blöd vorgekommen. Es hatte schon angefangen, aber das machte nichts, es kamen ständig noch Leute rein. Los ging es mit Gesang von ner Einzelperson und nem Chor, begleitet von nem Schlagzeug. War eher so Gospelmäßig, also nicht so leise fromm wie in Deutschland sondern richtig laut. Einige Leute haben auch direkt mitgesungen. Den text gabs per Beamer auf ner Leinwand. Textinhalt der Lieder war im Wesentlichen „Oh Gott du bist so groß und toll“ in verschiedenen Ausführungen und mit verschiedener Wortwahl, also nicht soo anspruchsvoll, aber einprägsam und von der Melodie her ganz nett. Hab aber dennoch aufs Mitsingen verzichtet.
Danach gab es „Das Wort des Tages“ sozusagen über Leinwand und Beamer von irgendso nem Chris, der wohl ein hohes Tier in der Kirche ist für die afrikanischen Leutchen. War irgendwie witzig, ihm zuzuhören, da er das ganze auch irgendwie witzig verpackt und auch etwas lockerer gesprochen hat. Zwischendurch hat er auch mal gefragt, ob man noch mitkommt und so... war nicht so... abgehoben wie manchmal in den „normalen“ Kirchen, wo einfach einer ne stunde labert und keiner zuhört. Dann haben noch verschiedene andere Leute da rumgepredigt. Der eine, der wohl der richtige Pastor war, ging richtig ab und fing an, ins Micro zu rufen. Die Leute haben dann alle gebetet (hab mich dezent unauffällig verhalten) und sind dabei teilweise genauso abgegangen. Es wurde richtig laut, einige haben sich da so rein vertieft, dass ein Mitarbeiter der Kirche sie schnell auf ihren Platz gesetzt haben, bevor sie umfallen konnten. Auf einmal hör ich ein Schreien, was ja fast schon reingepasst hat, so laut war es insgesamt geworden. Ich guck hoch, is ein Chormitglied umgefallen. Einer hat sie schnell auf die Seite gedreht und dann einfach liegen lassen, während die anderen sie nichtmal beachtet haben. Ich dachte nur so „Hallo, die is umgefallen“, aber vielleicht fällt die auch jedes Mal um... Etwas gruselig war der Teil aber schon... die Leute waren alle so sehr vertieft in das ganze... irgendwie unheimlich...
Am Ende gab es nochmal Gesang und auf einmal meinte Richard so zu mir, dass die am Ende fragen, wer zum ersten Mal da war. Schluck! War aber im Grunde nicht so schlimm. Ich musste aufstehen und die kamen alle zum Hand geben und so und meinten alle so willkommen und alles. Dann musste ich kurz mit raus, die meinten so, wie ich den heißen würde und ob ich jetzt öfter käme und wer mich denn mitgebracht hätte und so sachen, dann hat sie mich in der Kirche von denen willkommen gehießen, dann durfte ich wieder rein. Ich bin jetzt also quasi verchristlicht worden. Kurz nachdem ich wieder reingegangen war, war es auch vorbei und Richard fragte, ob ich eben die Kinder einsammeln könnte, er wolle eben mit ein paar Leuten reden und hallo sagen und so. Ich geh also zurück zum Kinderraum, finde da auch Kinder, nur eben drei bestimmte nicht. Ich so ne Kirchenfrau gefragt, wo die drei sind. Vielleicht draußen meinte sie. Ich guck mich also auf dem Parkplatz um, aber keine Spur. Ich dacht schon so, scheiße, wo sind die nur, da kamen sie auf einmal von was weiß ich woher angerannt. Hab sie zu Richard gebracht, die Kinder mussten auch noch mit tausend Leuten reden, die sie kannten und meinte Richard zu mir, wir sollten abhauen. Wir haben also die Kinder geschnappt und ich bin zum Auto zurück. Er nur so auf dem Weg zu mir: „Die wollen mir hier nen Job andrehen, aber ich will nicht, nix wie weg“ *grins*
Tja mal sehen, ob ich da nochmal mit hingehe, so regelmäßig scheinen die hier nicht zu gehen. War auf alle Fälle mal ne Erfahrung für sich und insgesamt gesehen war es auch ganz nett. In erster Linie ist es eben anders als alles, was man hier von Kirche so gewohnt ist. Witzig sind auch die Frage-Antwortspiele während der Predigten. Immer wenn der Mensch vorn "Hallelujah" sagt, antwortet die gemeinde mit "Praise the lord" und wenn er selber "Praise the lord" sagt, dann antworten die mit "Hallelujah". Auf Amen wird Amen oder eines der beiden anderen geantwortet und manchmal folgt auch auf Praise the Lord oder hallelujah ein Amen, nur da hab ich noch kein Muster erkennen können... aber alle schienen immer zu wissen, was sie antworten müssen...^^
27.8.08 17:53