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England Tag 3 (14.07.)

Heute war der erste Tag, an dem die Kinder zur Schule mussten. 6:30 is echt verdammt früh, aber gut, durch die Kinder war ich schnell wach. Hab sie gebadet und ihnen Frühstück gemacht, während Richard sich Richtung Arbeit verdrückt hat. Ich bin recht froh, dass Ritchel nicht nur selbstständig ist, sondern auch genau weiß, wer was zu tun hat, wo was hingehört und was man wie machen muss. Daher war das mit den Lunch Packets kein größeres Problem. Dass man Cornflakes mit Milch in die Mikrowelle steckt, bis es warm ist, war mir zwar neu, aber gut, von mir aus können sie das ja so essen, wenn sie wollen. Schuluniform hatten sie da schon an und Stacey hat es (übrigens das einzige Mal am heutigen Tag) geschafft, so zu essen, dass man der Uniform ihr Frühstück nicht angesehen hat. Richard meinte, ich solle die Kinder etwas zur Eile antreiben, aber am Ende war dann doch noch ne ganze Menge Zeit, denn immerhin kam das Taxi erst kurz nach acht. Aber Richard hat sich sowieso nen Riesenkopf gemacht und mir nicht nur ein Handy besorgt sondern auch auf selbigem tausendmal angerufen, obwohl er irgendwie ein Meeting oder so etwas hatte. Also so im Stil von „Das Taxi kommt 8:10“, dann um die Zeit „Ist das Taxi da?“ und so weiter und so fort. Trotzdem ist noch etwas schief gegangen, denn, während Ritchel und Stacey darauf geachtet haben, hat Rueben seinen Schulbeutel mit Lunchpack und allem vergessen. Fiel mir aber auch erst auf, als wir schon an der Schule waren und ich dachte, er hätte ihn im Auto liegen lassen. Der Weg zur Schule ist echt ein Stück, 10 oder 15 min mit dem Auto, hätte ich nicht gedacht bei so ner kleinen Stadt, aber vermutlich ist die gar nicht so klein, sondern es wirkt nur so neben London.
In der Schule waren wir viel zu früh, aber das hatte ich gewusst. Also musste ich noch ne Weile den Sack Flöhe hüten. Die Kinder hatten heute Sportfest und waren da natürlich total kribbelig. Ritchel war zuerst mit ihrer Klassenstufe dran und verschwand recht schnell Richtung Sportplatz. Die beiden anderen meinten dann später, wir müssten schon ins Gebäude gehen, wo sich dann erstmal rausstellte, dass sie da noch gar nix verloren hatten um die Zeit. Hab mich aber rausreden können mit „Ist mein erster Tag“. An sich hatte Richard mitkommen wollen, aber das ging wegen dem Meeting nich. Irgendwann bin ich sie dann doch an ihre Klassen losgeworden und bin zurück zum Tor gegangen. Dort sollte noch ein Taxi auf mich warten, um mich nach Hause zu bringen. In der Ferne konnte ich eins wegfahren sehen, mit Leuten drin. Okay, dachte ich, war wohl nicht meins, warte ich eben mal ab. Jaaaa... und dann kam irgendwie keins mehr. Das Handy von Richard funktionierte zwar, nur Guthaben war noch nicht drauf. Daher konnte ich ihn schlecht anklingeln. Nach ner Weile hab ich mich dann getraut, zur Rezeption der Schule zu gehen und zu fragen, ob die mir helfen können. Die waren total nett und haben sich voll drum gekümmert. Aber gerade als alles okay war, rief Richard an und fragte, ob alles okay sei. Ich hab ihm das mit dem Taxi erzählt und er meinte, er sammelt mich ein. In dem Moment war auch das mit dem Taxi an sich klar, aber die Frauen in der Rezeption waren so nett, da noch mal anzurufen und zu sagen, dass ich nun doch nicht mehr abgeholt werden muss. Bin also wieder zum Tor gegangen und hab gewartet. Nach ner Weile kam Richard und meinte, dass er sich aus dem Meeting geschlichen hätte. Er meinte, ich solle die Lehrerinnen der Kinder kennen lernen, damit ich die Kinder in Zukunft abholen kann und so. Dadurch haben wir Ritchel noch bei ihrer Sportgeschichte (Sackhüpfen in dem Moment) gesehen und sie uns auch. Dann waren wir bei den kleineren, haben die Lehrerin getroffen, die sehr nett war und sind wieder abgehauen. Richard hat dann abends zu den Kindern gesagt, er hätte die ganze Zeit zugesehen^^
Dann hat er mich nach Hause gefahren und dann wieder auf Arbeit. Ich hatte also Zeit, bis die Kinder zurückkommen. Hab die Zeit genutzt, um Mittag zu essen (nur Sandwiches) und zu chatten. Gab sonst auch nichts zu tun. Um 15 Uhr kamen dann die Kinder nach Hause. Als erstes mussten sie sich umziehen sie meinten, sie könnten sich aussuchen, was sie wollten zum Anziehen. Stacey hat sich einen weißen Rock und ein feines Oberteil mit Strickjäckchen ausgesucht und ich dachte nur so „Oh mein Gott, ob sie das zu Hause anziehen darf“, aber offenbar durfte sie. Aber die Klamotten hat sie dann auch gleich eingeweiht, als sie noch ein paar Cornflakes gegessen hat. Dann haben die Kinder fern gesehen, wobei Stacey erstmal total weggepennt ist. Ich hab sie bis 5 schlafen lassen und dann sollten sie Hausaufgaben machen. Offenbar hatten sie trotz Sportfest noch den halben Tag Unterricht gehabt. Stacey war, nachdem sie einmal wach war, recht schnell fertig und auch Ritchel hat sich gut angestellt. Im Vergleich zum Vortag war sie schon viel besser mit ihrem Divisionskram. Rueben dagegen hatte schlichtweg keine Lust und hätte lieber weiter vor der Glotze gehangen, besonders dann, als die anderen beiden fertig waren und vor selbiger herumhüpften. Ich versteh sowieso nicht, warum das Teil an bleiben kann, während sie Hausaufgaben machen, aber gut, ich wollte nicht gleich am ersten Tag alles ändern. Irgendwann kam dann Richard nach Hause, meinte, sie könnten auch wii spielen. So schnell waren sie noch nie im Wohnzimmer^^
Dann hat er Essen gemacht (Reis und ne Art Gulasch). Irgendwie ist das Essen, was er macht nicht im herkömmlichen Sinne scharf. Man ist ja eher gewohnt, dass es durch Chili oder Paprika oder so scharf wird, aber in erster Linie ist es Pfeffer. Das ist irgendwie eine andere Art scharf, keine Ahnung... war aber nicht so schlimm, dieses Mal. Rueben ging mir mächtig auf den Keks, weil er meinte, er könne nicht mehr essen, aber er sollte eben aufessen. Richard hat ihn dann irgendwann zusammengestaucht *hust*
Richard meinte dann noch, dass er die Geburtstage von Ritchel und Rueben zusammen legen will, wovon besonders Rueben wenig begeistert war. Kann ich aber verstehen, weil er am 3.9. und Ritchel erst am 29 Geburtstag hat. Auf die Frage, wie viele Freunde jeder von ihnen denn einladen dürfe, lautete die Antwort 20(!). Ich erinnere mich an meine eigenen Geburtstage mit 5 Freunden, wobei man ja eigentlich auch nicht mehr als 5 gute Freunde hat in der Regel. Andere Länder, andere Sitten... wobei ich mich frage, wie man hier 40 Kinder unterbringen will in den kleinen Haus... naja ich lass mich mal überraschen. Dann wurde gebetet und die Kinder sind ins Bett gegangen. Ich hab noch ein bisschen Wäsche aufgehangen und dann wars das auch für mich. Nachdem ich noch ne Weile mit dem Netz gekämpft hatte, geht das nun gott sei Dank auch.
Tjaaa, das wars für heute!
Danke fürs lesen, Kommentare sind sehr gern gesehen^^
14.7.08 23:47
 


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