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England Tag 12 (23.07.)

Am Mittwoch war dann der erste Tag, an dem ich die Kinder ganz zu Hause hatte und auch Richard nich da war. Der Tag ging ganz gut los, denn mit 8 Uhr ließen sie mich verhältnismäßig ausschlafen. Dann hab ich sie in die Badewanne gesteckt, Frühstück (Rühreier, Toast, Baked Beans und englischer Tee bzw heiße Schokolade nach Wunsch) gemacht. Danach wollten sie Wii spielen und ich hab es ihnen erlaubt. War am Anfang recht witzig, nur leider ist Stacey eigentlich noch etwas zu klein dafür. Sie bekommt die Bewegungen noch nicht immer so genau koordiniert wie das sein müsste, weil man bei der Wii ja wirklich so zuschlagen (oder was auch immer, je nach Sportart) muss, wie es auch in echt wäre. Daher verliert sie öfter und ist dann natürlich frustriert, besonders wenn Rueben oder Ritchel lachen. Zwar versuche ich die beiden davon abzuhalten, aber ich kann halt meist erst schimpfen, wenn sie es schon getan haben und dann isses zu spät. Ich versuche sie dann aufzubauen, aber das geht natürlich auch nicht immer. Irgendwann meinte sie, sie wolle nicht mehr spielen, beschäftigte sich aber mit was anderem und so hab ich da nix zu gesagt. Einige Zeit später wollte sie aber dann doch wieder mitspielen, aber Ritchel wollte es ihr nicht erlauben und hat gesagt, sie würde eh nichts taugen und nur zwei Runden mitspielen und dann wieder gehen. Mit letzterem hatte sie wohl Recht, aber trotzdem wäre es kein problem gewesen, sie für die zwei Runden reinzusetzen und dann wieder rauszunehmen. Aber Ritchel weigerte sich. Ok, dachte ich, warts ab, Ritchel und hab Stacey gesagt, dass sie meine Runde übernehmen kann. Was macht die kleine Schlange Ritchel? Sie ändert es so ab, dass nur noch zwei Spieler dabei sind, nämlich sie selbst und Rueben. Ich hab sie angeschnauzt, dass sie es ändern soll und dass sonst keiner von ihnen spielen darf, hat sie aber nicht interessiert. Also hab ich gesagt, dass dann keiner von ihnen spielen darf, wenn sie nicht in der Lage sind, zu teilen. Nach einem Kampf hatte ich dann auch die Fernbedienung der Wii in den Händen und hab das Ganze ausgemacht. Ritchel war natürlich am Fluchen, hat gefragt, wer will, dass Stacey mitspielen darf. Amüsanterweise meldeten sich alle außer sie selbst, also auch Rueben. Der tat mir leid, weil er ja nun auch nicht mehr spielen durfte, aber es jetzt nur ihm erlauben wäre auch nicht gegangen, weil Ritchel ihm die Fernbedienung entweder abgeschwatzt oder abgenommen hätte. Also gab es eine Weile Rumgeheule und geschmolle, bis irgendwer fragte, was sie denn nun machen sollten. Ich hab gesagt, dass sie mit allem außer der Wii spielen und auch in den Garten gehen dürfen. Das hat die Situation dann wieder gerettet und alle rannten nach unten. Die haben da unten so einen kleinen Abstellraum, der seltsamerweise Office genannt wird, auch wenn er nicht so aussieht, als habe er jemals als Büro gedient. Dort stehen einige Säcke (und ich meine die schwarzen großen Müllsäcke) mit alten Spielsachen, die sie benutzen dürfen. Das musste natürlich ALLES mit nach draußen geschleppt werden, weil besonders Richtel unbedingt Haus spielen wollte. Ihr wisst schon – jeder schnappt sich ein paar Sachen, baut sich ein Zimmer und dann wird quasi Vater Mutter Kind gespielt. In dem Fall waren es tausend Sachen pro Person und es war absehbar, dass der Aufbau mehrere Stunden dauern würde. Aber auch nach mehrfacher Nachfrage mussten unbedingt alle Sachen benutzt werden und auch Aussagen wie „Je mehr ihr jetzt aus dem Office holt, desto mehr müsst ihr nachher aufräumen“ oder „Bis ihr das alles fertig aufgebaut habt, gibt es Abendessen“
Ursprünglich sollte ich mit aufbauen aber schon nach ein paar Minuten ging mir Ritchels bestimmerische Art auf den Zeiger und ich hab einfach mit Rueben Fußball gespielt. Daraufhin war sie wieder am Toben, aber weder Rueben noch mich hat das wirklich interessiert. Rueben hat es zwar nicht so zugegeben weil er sich nicht getraut hat, ihr das ins Gesicht zu sagen, aber er wirkte auf mich nicht wie jemand, der gerne Vater Mutter Kind spielt. Als sie dann fertig war, ihre Sachen aufzubauen kam sie kaum zum spielen, denn dann kam Richard nach Hause und meinte, sie sollten alles weg packen. Ich hab dann mit aufgeräumt, Essen gemacht (ich weiß grad nicht mehr, was es gab) und nachdem ich die Kinder dann wieder gegen neun ins Bett geschoben hatte, bin auch ich schlafen gegangen.
30.7.08 01:13
 


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